Eingegeben am 06.06.2012.
Passend zum Thema Pädagogik 2.0 wurde Herr Janka via Skype-Videogespräch ins Seminar zugeschaltet. Das Gespräch wurde im Seminarraum über ein iPad auf einem Ständer durchgeführt und via Apple TV auf den Beamer übertragen.
Diskussion zu Pädagogik 2.0 / Veröffentlicht am 6. Juni 2012
(Kopie des Blogeintrages von ipadtum.wordpress.com)
In einer der letzten Seminarsitzungen diskutierten wir das Thema Pädagogik 2.0. Diese Wortschöpfung steht sinnbildlich für die Verbindung der Pädagogik mit neuen Medien. Der Einsatz von Tablets im Unterricht war der Dreh- und Angelpunkt der Diskussion.
Als Experte war Herr Walter Janka, Lehrer an der BS Neumarkt und eine bekannte Größe in diversen iPad-Blogs, im Seminar eingebunden. Passend zum Thema Pädagogik 2.0 wurde Herr Janka via Skype-Videogespräch ins Seminar zugeschaltet. Das Gespräch wurde im Seminarraum über ein iPad auf einem Ständer durchgeführt und via Apple TV auf den Beamer übertragen. Technisch funktionierte dies einwandfrei. Es fühlte sich so an, als ob Herr Janka tatsächlich vor Ort war.
Die Diskussion durchlief diverse Themenbereiche und Fragestellungen wie zum Beispiel den konkreten iPad-Einsatz an der BS Neumarkt, die Reaktion der Kollegen, Finanzierungsmodelle, notwendige (Netzwerk-)Ausstattung sowie rechtliche Hürden, z.B. Nutzung von Smartphones im Unterricht, Urheberrecht oder Datenschutz.
Nachdem unsere Studierenden nunmehr eineinhalb Monate eigene Erfahrungen mit dem iPad sammeln konnten, war es insbesondere interessant zu hören, wie sie den Einsatz von Tablets in Unterricht und Lehre einschätzen. Hier zeichnet sich eine durchaus kritische Haltung bei gleichzeitiger Offenheit ab. Während beispielsweise der Verzicht auf Papier in der Lehre gelobt wird, werden Bedenken hinsichtlich des iPad-Einsatzes in Berufsschulklassen bestimmter Berufsgruppen, beispielsweise Spengler, geäußert. Interessant war auch die grundsätzliche Frage, wie sich Lerninhalte durch die Verfügbarkeit neuer Medien ändert oder verändern müssen. Am Beispiel der Kurvendiskussion in der Mathematik entbrannte sich die generelle Frage, was Schüler noch “zu Fuß” selbst berechnen müssen und was der Computer übernehmen darf. Dies sind nur ein paar Facetten des Meinungsaustausches.
Für mich persönlich am spannendsten war die Frage, wie der optimale Medieneinsatz im Unterricht aussehen könnte. Herr Janka betonte hier weder eine bestimmte Geräteklasse, noch die häufig beschworenen 1:1 Settings. Vielmehr verwies er darauf, dass Lehrer wie Schüler im Idealfall selbst entscheiden können, welches Medium sie zur Bewältigung der aktuellen Lernsituation einsetzen. So kann es vorkommen, dass bei einem Brainstorming einige Schüler mit dem iPad, andere am Laptop und wieder andere mit Papier und Bleistift arbeiten. Dieses Szenario ist natürlich nur möglich, wenn unterschiedliche Medien regelmäßig im Klassenzimmer verfügbar sind, anstelle beispielsweise in einen Computerraum wechseln zu müssen (das ist heute leider der Standard). Der limitierende Faktor ist jedoch nicht immer nur die Technik oder das Geld, sondern häufig auch der/die Lehrer/in. Wo ein Wille ist, da finden sich Wege, im Unterricht Pädagogik 2.0 durchzuführen, so Janka. Welches mobile Endgerät nun letztlich eingesetzt wird, ist nicht die zentrale Frage: Ob Laptops, Smartboards, Tablets oder Smartphones, alle Geräteklassen haben ihre Stärken und Schwächen, die es zu nutzen gilt.
Alles in allem war es eine runde Seminarsitzung mit spannenden Eindrücken aus der Praxis. Danke, Herr Janka.
Weiteres unter: https://ipadtum.wordpress.com/2012/06/06/diskussion-zu-padagogik-2-0/
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