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PCU Deutschland führt Audits für nachhaltige Biomasseerzeugung in der Ukraine

Eingegeben am 06.05.2010.

Die Zertifikation von nachhaltig erzeugter Biomasse zur energetischen Nutzung nach den ISCC-Standards kann in Landwirtschaftsbetrieben, bei Ersterfassern und Agrarhändlern der Ukraine angewendet werden...

dies stellte die weltweit tätige Zertifizierungsorganisation PCU Deutschland GmbH fest.
Das in Berlin ansässige Unternehmen führte dazu erstmalig Audits in diesem Land durch. Die Ukraine, die große Mengen landwirtschaftlicher Produkte erzeugt und vermarktet, verfügt über ein großes Potenzial an Ackerflächen. Daher ist es sowohl für die ukrainischen Landwirte als auch für die internationalen Agrarhändler von großen wirtschaftlichen Interesse, ob auch hier die Voraussetzungen für eine nachhaltige Biomasseproduktion nach den EU-Vorschriften gegeben sind.

Die PCU Deutschland GmbH führte die Audits in zwei sehr gut organisierten Landwirtschaftsbetrieben der Oblasten Kiev und Tscherkassy sowie bei einem Ersterfasser und Händler durch. Alle Bereiche wurden von ihr intensiv geprüft. Die dortigen landwirtschaftlichen Böden sind ackerbaulich hochwertig, unterliegen aber keinen ökologischen Schutzvorschriften hinsichtlich Biodiversivität, Torfland usw., obwohl auch in der Ukraine solche Flächen durch das Naturschutzgesetz des Landes ausgewiesen sind. Einen wirtschaftlichen Bedarf zur Umwandlung von ökologisch hochwertigen Flächen in Ackerland gibt es grundsätzlich nicht. Durch neutrale und unabhängige Inspektionen wird dennoch an jedem einzelnen Standort geprüft, ob alle Vorschriften eingehalten werden. Auch der von der EU angestrebte minimale Einsatz von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln ist überwiegend unproblematisch, schon weil er aus Kostengründen traditionell niedrig ist. Die ukrainische Gesetzgebung verlangt dafür eine Nachweispflicht, so dass auch hier die ökologischen Forderungen der EU an die Produktionsverfahren eingehalten werden können.

Gleichzeitig berücksichtigten der Inspektor der PCU Deutschland GmbH und die Beteiligten die Situation im ukrainischen Durchschnittsbetrieb, z.B. wie dort Dokumentationen geführt werden, die beweiskräftige Beurteilungen ermöglichen. Das Ergebnis: „Andere Länder, andere Sitten!“ Es gibt durchaus unterschiedliche Produktionsverfahren und Dokumentationen. Aber zum Beispiel sind das staatliche System zur Überwachung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln oder die Gesetzgebung zum Arbeits- und des Gesundheitsschutzes überraschend tief gestaffelt. So können die ökologischen und sozialen Anforderungen, die der EU-Standard für die nachhaltige Biomasseerzeugung stellt, in der Ukraine gut belegt werden.

Wettbewerbsnachteile für deutsche Landwirte durch aus der Ukraine und anderen Ländern eingeführte zertifizierte Biomasse sind nicht zu befürchten. Die einzuhaltenden ökologischen und sozialen Anforderungen sind außerhalb und innerhalb der EU identisch. Sie werden durch Zertifizierungsorganisationen überwacht, die gleiche Maßstäbe anwenden. Auch hinsichtlich der Mengen und Preise sind Wettbewerbsnachteile offensichtlich nicht zu erwarten, da der Energiemarkt, bezogen auf das Aufkommen, ein Nachfragemarkt bleiben wird, auf dem preismindernde Überangebote nicht zu erwarten sind. Gute Aussichten für alle Landwirte.

Rückfragen bitte an Dr. Rainer Friedel, Tel. 0 30/54 78 23 53.

Weiteres unter: http://www.controlunion.com

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