Versuch zur Selbstfolge von Winterroggen

Untersuchungen zu den Ursachen für Ertragsdegressionen in mehrjähriger Winterroggenselbstfolge auf Sand-Braunerde:

Selbstfolgebedingte Änderung biologischer und chemischer Bodenmerkmale:

  • Biologisch-chemische Aktivität des Bodens sinkt
  • phytoinhibitorische Wirkung sinkt (Keimförderung)
  • Bodenatmungintensität sinkt
  • Wasserrückhaltevermögen sinkt
  • Gehalt an pflanzenverfügbarem Stickstoff sinkt
  • Mikro- und Makronährstoffe minimieren sich

Versuchsvariante

Ertrag
dt/ha
Bestandsdichte
Halme je qm

TKG
Tausendkorngewicht

Kornzahl/Ähre
Stück

1982 Selbstfolge
Mineraldüngung (MD) 35,3 492 25,13 30,20

MD + Grün- und
Strohdüngung

31,0 540 24,08 29,43
MD + chemische Bodenentseuchung                  42,2 589 26,94 35,63
Fruchtwechsel
Winterroggen nach Kartoffel
45,3 585 26,52 33,45

1983 Selbstfolge

Mineraldüngung (MD) 45,0 503 27,69 44,68

MD + Grün- und
Strohdüngung

51,2 458 28,78 45,59
MD + chemische Bodenentseuchung      51,5 525 34,29 50,30
Fruchtwechsel
Winterroggen nach Kartoffel
58,9 534 31,32 45,35

Zusammenfassung:

Aus einem Dauerversuch auf Sand-Braunerde zum Vergleich von Winterroggen in Selbstfolge und Fruchtwechsel werden Ergebnisse zum Ertragskomponenten und zu Ursachen für die in Winterroggenselbstfolge auftretenden Ertragsdepressionen von etwa 20% mitgeteilt. Die Hauptursache für die auftretenden Depressionen auf dem Versuchsort war die Erhöhung des Befalls mit Schwarzbeinigkeit oder Halmtöter (Gaeumannomyces graminis).

Versuch von Steinbrenner u.a. (1982) und Roth u.a. (1984)

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