Getreideanbau

Stellung in der Fruchtfolge

Die richtige Einordnung des Getreides in die Fruchtfolge ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um hohe Erträge zu erreichen.

Der Roggen ist die einzige Getreideart, die mit sich selbst verträglich ist und ohne weiteres zweimal hintereinander angebaut werden kann.

Weil der Roggen kaum an Fußkrankheiten leidet, können nach ihm auch Weizen und Gerste angebaut werden, da die Gefahr der Übertragung kaum besteht.

Der Weizen hat gegenüber Roggen wesentlich höhere Ansprüche an die Bodengare sowie den Nährstoffgehalt und damit auch an die Vorfrucht. Weizen ist mit sich selbst unverträglich und sollte erst nach vierjähriger Pause wieder angebaut werden.

Als Vorfrüchte sind Kartoffeln, Ölfrüchte und Gemüse sehr günstig. Von den Getreidearten eignen sich notfalls Hafer als Vorfrucht, wenn vor diesem Hackfrüchte angebaut werden. Nach Gerste und Weizen sollte kein Weizen folgen.

Da die Gerste eine anspruchsvolle Pflanze ist, sollte sie nicht nach Halmfrüchten stehen, weil diese den Boden in einer schlechten Struktur hinterlassen. Gerste ist mit sich selbst nicht verträglich. Geeignete Vorfrüchte für Wintergerste sind Raps, Erbsen oder Frühkartoffeln. Die Ansprüche der Sommergerste sind höher. Sie sollte möglichst nach stallmistgedüngter Hackfrucht, am besten nach Zuckerrüben stehen.

Für Hafer eignen sich am besten Leguminosen und Hackfrüchte als Vorfrüchte. Da Hafer aber unter den Getreidearten die geringsten Vorfruchtansprüche hat, wird er meist als abtragende Frucht nach Getreide gestellt.

Hafer ist mit sich selbst unverträglich und darf wegen erhöhter Nematodengefahr höchstens erst nach 4 Jahren wieder auf demselben Schlag angebaut werden.

 
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